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Alles ganz anders

pastinakenchips
Wisst ihr was? Die Frau ist wieder da! Samt Hund. Also, nicht dem alten, angegrauten, vergilbten Exemplar von Hund, sondern einem frischen. Eine Schönheit ist auch er nicht, und auch längst kein Welpe mehr, aber auf jeden Fall ist er jünger und deutlich flotter auf den Beinen als sein Vorgänger. Eine neue Jacke hat die Frau ebenfalls. Die labberige rote Lodenjacke hat sie eingetauscht gegen einen Duffle-Coat, der tatsächlich einen Schnitt besitzt und nicht bloß einfach der Hänge-Trägheit gehorcht. In Kamelhaarfarben. Gut, das ist jetzt nicht furchtbar weit weg vom freudlosen Beige ihrer Sommergarderobe, aber immerhin.

Der neue Hund scheint übrigens Langschläfer zu sein. Neulich hatte ich gleich morgens einen Termin in der Stadt und kam erst gegen elf auf dem Weg in die Redaktion am abgerockten Hochhaus vorbei. Die Sonne schien, und da waren sie. Drehten ihre Runde, die Frau und der Hund, als wären sie nie weg gewesen. Alles beim Alten, alles ganz anders.

Jetzt, im Vorfrühlingslicht betrachtet, bin ich geneigt, auch dem  abgetauchten Haltestellen-Herrn noch ’ne Chance zu geben. Lasst die Temperatur einfach noch um ein paar Grad klettern, und ich wette, dann steht er wieder an der Bushaltestelle. Braun gebrannt und im papageienbunten Hawaii-Hemd nach einem lässig vertändelten Winter auf den Bahamas. Oder so. Mich wundert hier gar nichts mehr. Die machen ja doch, was sie wollen, die Leute aus dem hässlichen Hochhaus. Pieksen einen Sonnenstrahl in meine Blase voll freudloser Vorahnungen und lassen sie einfach platzen.

Und in den nächsten Tagen gibt’s hier dann auch wieder was zu essen. Bis dahin stell’ ich euch gegen den ärgsten Hunger ein Schälchen mit Pastinaken-Chips hin. Die Pastinake einfach in dünne Scheiben hobeln oder schneiden, in Öl knusprig backen und nach Geschmack salzen. Und losknabbern. Greift zu!

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2 Comments

  1. Danke für die Fortsetzung der Story!
    Pastinaken gibt es hier in Thailand nicht. Deshalb habe ich ein paar zerzupfte Wirsingblätter und Stücke vom restlichen Lauch mit etwas Öl bepinselt und in der Mikrowelle (brauch‘ ich sonst nicht zum Kochen!) auf höchster Stufe 2–5 Min knusprig gebacken. War auch nicht zu verachten!
    Grüsse aus Fernost,
    FEL!X

    • Barbara Luetgebrune

      Barbara Luetgebrune

      Wirsing – klingt auch sehr gut. Mikrowelle haben wir allerdings nicht. Dürfte aber auch im Ofen funktionieren, oder? Und hej: Du konntest kommentieren – YEAH! 🙂

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