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Apfel, Möhre, Pinienkern…

…essen alle Leute gern. Nee, im Ernst: Wisst ihr, was mich wirklich fasziniert? Gerichte, die aus ganz bodenständigen, alltäglichen Zutaten bestehen, die sich in der Kombi jedoch zu einem feinen, rundum stimmigen Ganzen fügen. Wenn das Gericht dazu noch schön aussieht und sich der Zubereitungs-Aufwand in Grenzen hält, ist das erst recht top.

moehrenterrine_teller

Diese Möhrenterrine mit deutlichem Ingwer-Einschlag in Apfel-Begleitung ist genau so ein Glücksfall. Möhren – ihr wisst schon, das Allerwelts-Gemüse, das sich in (fast) jedem Eintopf findet. Äpfel, essentieller Bestandteil eines jeden Proviant-Päckchens für Schule, Büro oder Radtour. Nicht falsch verstehen: Ich habe überhaupt nichts gegen Eintöpfe, ob mit oder ohne Möhren, und auch die können im Zusammenwirken ihrer Aromen absolut stimmig sein. Äpfel – tjaaaa, bei Äpfeln liegt der Fall ein bisschen anders, die mag ich nicht sehr überzeugt. Kleines Trauma wegen frühkindlicher Überfütterung, nehme ich an. Aber in diesem schönen Gericht mag sogar ich die Äpfel – und die Möhren sowieso. Ach, was rede ich, probiert sie doch einfach aus – ich schreib‘ euch jetzt mal auf, wie’s geht.

Für eine 600-Milliliter-Terrinenform braucht ihr:

250 g Möhren
25 g Ingwer
1 (nicht ganz winzig kleine) Schalotte
200 ml Gemüsefond
6 Blatt Gelatine (Vegetarier nehmen 1 knappen TL Agar-Agar)
1 Bund Basilikum
50 ml Sahne
Olivenöl
Salz & Pfeffer
1 kleine Handvoll Pinienkerne
1 Apfel, für die Optik am besten einen roten
2 EL weißer Balsamico
1 El Apfelsaft
1 TL Zucker

Und das macht ihr:

Möhren, Ingwer und Schalotte schälen und würfeln. Die Schalotte im heißen Öl anschwitzen, Möhren und Ingwer dazu geben und kurz mitdünsten, dann den Fond angießen und alles zugedeckt zirka 20 Minuten garen. Die Hälfte des Basilikums in feine Streifen schneiden. Das gegarte Gemüse pürieren. Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und im heißen Püree auflösen. Kräftig salzen und pfeffern, dann das Ganze zirka eine Dreiviertelstunde kalt stellen. Wenn die Masse gerade zu gelieren beginnt, die steif geschlagene Sahne zusammen mit dem geschnittenen Basilikum unter das Püree heben. Die Terrinenform mit Klarsichtfolie auslegen und die Masse hinein füllen, so dass sie sich gleichmäßig verteilt. Für mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank stellen.

Kurz vor dem Servieren die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Den Apfel würfeln, den restlichen Basilikum ebenfalls fein schneiden und beides zusammen mit Balsamico und Apfelsaft verrühren. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.

Die Terrine auf eine Platte stürzen, die Folie entfernen und die Terrine in Scheiben schneiden. Die Apfelmischung und die Pinienkerne großzügig darauf und drum herum verteilen.

moehrenterrine_ganz
Die sanfte Terrine, die knackigen Äpfel, die crunchigen Pinienkerne – das alles geht sehr schön zusammen. Ein paar Scheibchen davon eignen sich, je nach Gusto noch mit etwas luftgetrocknetem Schinken dazu, prima als leichte Vorspeise. Und im Ganzen ist die Terrine wunderbar brunch- oder buffettauglich.

 

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2 Comments

  1. svanadis

    svanadis

    Lieber W., das freut mich echt total, wenn ich dir zu einem Gedankenblitz verholfen habe. Alles Liebe! 🙂

  2. WN

    WN

    Salu liebe Barbara,

    es ist schon witzig. Deinem Post auf fb folgend. ergaben sich einige Fragen. Die hast Du mir perfekt beantwortet … Damit habe in sprichwörtlich letzter Minute einen Beitrag zu einem Blogevent finden können. Zuvor war ein anderer Beitrag geplant, auf den ich wegen der Obstschwemme hätte verzichten müssen. In diesem Fall war die Obstschwemme sogar ein Glück. Um die Kochzeit zu überbrücken, die Wartezeit mit fb verbracht. Wie ein Wunder Dein Beitrag … analoges Denken …. Ich jedenfalls bin für die Inspiration sehr dankbar, weil meine Phantasie anregt wurde …

    In diesem Sinne mit

    sonnigsten Grüßles

    WN

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