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Bananenschalen-Ballett am Blog-Geburtstag

An diesem Wochenende ist hier Geburtstag: Schlecktüre wird ein Jahr alt. Zur Feier das Tages gibt es einen Lachs-Leckerbissen mit zweierlei Erbsen, einen dicken Knöchel dank so Slapstick-reifer wie schmerzhafter Rutschpartie auf der Bananenschale und einen Tagebuch-Beitrag zum „WMDEDGT“-Fünften bei Frau Brüllen.

lachs_sesam_erbsenpüree_zuckerschoten
Vor einem Jahr habe mich meinen allerersten Blog-Post veröffentlicht. Das waren asiatisch angehauchte Markklößchen zum Event „Alles, was rund ist“, das Wolfgang bei Zorra ausrichtete.  Schlecktüre, ein Jahr später: Wieder nehme ich an einem von Zorras schönen Events teil, diesmal geht es – passend zur Heimat von Zorra und zum derzeitigen Zuhause von Frau Brüllen – um Schweizer Käse. Dafür habe ich ein wunderbares Stück Alpentilsiter zugeschickt bekommen, aus dem ich etwas kochen soll – das Tüfteln, Schnippeln, Kochen und Fotografieren dafür hat mich am heutigen Geburtstags-Nachmittag beschäftigt.

Aber von vorn: Der Tag beginnt ganz in Ruhe gegen 9.30 Uhr. Kamikatze Charlotte ist, seit sie wieder bei uns im Bett nächtigt, angenehmerweise zur Langschläfer-Katze mutiert. Noch ist es gerade so warm genug für ein Frühstück bei allerlei Glockengeläut auf der Terrasse – für mich gibt’s RR: Rosinenbrötchen und ein paar Scheiben Roastbeef mit der köstlichen Senf-Pfeffer-Kruste vom Metzger unseres Vertrauens.

Am späten Vormittag rufe ich meine Schwester Nr. 1 an – ich habe da so eine Idee für einen gemeinsamen Urlaub mit ihr, ihrem Mann und ihren Kindern, von der ich sie überzeugen will. Passt aber gerade nicht, sie hat Wochenend-Besuch. Neuer Versuch dann morgen Abend.

Betten frisch beziehen, Waschmaschine ausräumen & Wäsche aufhängen, Bettwäsche-Ladung anstellen.

Spaziergang rund um den Flughafen: das ist der Plan. Ausgebremst werde ich jedoch schon nach 150 Metern durch den Komödien-Klassiker schlechthin. Ich rutsche auf einer Bananenschale aus, die irgendein Depp auf den Bürgersteig geworfen hat und die in ihrem angebräunten Zustand zwischen dem Herbstlaub nicht weiter auffiel. Linkes Knie „aufgeschürft“, wie wir das als Kinder nannten, rechter Knöchel heftig umgeknickt: Aua! Hat das schon mal jemand von euch geschafft? Ach, bitte meldet euch zahlreich! Geteilte Schmach ist halbe Schmach. Die gesellt sich nämlich noch lustig zum Schmerz hinzu, wenn Autos stoppen und Passanten starren – aaarrrgghhh! Ich kann nach ein paar Minuten zwar aufstehen und vorsichtig auftreten, aber der Spaziergang ist zu Ende. Der Liebste dreht seine Runde allein, ich trolle mich mit anschwellendem Knöchel und Coldpack auf die Terrasse und lege die Beine hoch. Lektüre ist auch dabei: „Das Lied der Stare nach dem Frost“ von Gisa Klönne – eine flüssig erzählte, deutsch-deutsche Familiengeschichte, die sich gut lesen lässt. Dazu schreibe ich demnächst noch mal einen eigenen Beitrag.

Ich humpele in die Küche: Der Alpentilsiter wartet auf seine Veredelung. Was dabei heraus gekommen ist? Pssssst – wird noch nicht verraten. Rezepte und Fotos folgen in den nächsten Tagen.

Zum Abendessen gibt es den ebenso köstlichen wie schnell und einfach zubereiteten Lachs, den ihr oben auf dem Bild seht. Das Rezept schreibe ich weiter unten auf.

Nach dem Essen packe ich mich und meinen immer noch ziependen Knöchel aufs Sofa. Bloggen steht auf dem Programm. Und dann, zur Feier des Tages, schiebe ich den Foodblogger-Film schlechthin ins Laufwerk meines MacBooks: Na klar, „Julie & Julia“ – hier eine meiner Lieblingsszenen. Ein Glas von dem köstlichen Pinot Noir Blanc vom Weingut Lehnert-Veit dazu und den Abend genießen. Happy 1st Birthday, Schlecktüre!

Und wie geht’s hier weiter? Auf jeden Fall in den nächsten Tagen mit den Alpentilsiter-Rezepten. Mit der Buch-Rezi von „Das Lied der Stare nach dem Frost“. Und mit einer Liebeserklärung an mein ganz persönliches Paradies. Stay tuned!

Aber jetzt erst mal zum Lachs. Für vier Portionen braucht ihr:

4 Stücke frischen Lachs (bzw. ein größeres Stück, das sich in vier schöne Tranchen teilen lässt)
4 EL Sesam
Salz
Erdnussöl

400 g Erbsen (TK)
2 Schalotten
8 EL Sahne
2 EL Butter
Salz, Pfeffer, Minze (am besten frisch, ersatzweise getrocknet)

100 g Zuckerschoten
1 EL Butter

 Und das macht ihr:

Erbsen auftauen lassen. Schalotten schälen und würfeln, in einem Esslöffel Butter glasig dünsten. Die Erbsen dazu geben, kurz mitdünsten dann zwei Esslöffel Sahne dazugeben und ein paar Minuten köcheln lassen. Die Erbsen mit dem Stabmixer pürieren und das Püree mit der restlichen Sahne und Butter geschmeidig rühren. Mit Salz, Pfeffer und je nach Geschmack – bei mir: viel! – Minze abschmecken.

Den Sesam in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Den Fisch salzen und portionsweise im Sesam wenden. Die Tranchen in Erdnussöl auf jeder Seite zwei bis zweieinhalb Minuten garen, so dass der Lachs in der Mitte noch schön glasig und saftig bleibt.

Die Zuckerschoten längs in feine Streifen schneiden und in geschmolzener Butter nur ein paar Minuten dünsten – sie sollen Biss behalten knackig bleiben.

Den Lachs auf dem Püree anrichten, ein paar der Zuckerschoten-Streifen darüber geben.

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4 Comments

  1. Mein Beileid dem Knöchel und Dir gute Besserung, aber vor allem: Ganz herzliche Glückwünsche zum Bloggeburtstag! Was bin ich froh, dass ich die Schlecktüre schon gleich beim ersten Beitrag gefunden habe! Denn damals suchte ich gerade ein Markklößchenrezept (das Mark dafür „spare“ ich allerdings immer noch im Tiefkühler an). Jedenfalls bereicherst Du seitdem sehr meine Bloglektüre mit Deinen wunderbaren Geschichten. Und natürlich den Rezepten und Fotos!
    Auf die nächsten Schlecktüre-Lebensjahre. Prost!

    • Barbara Luetgebrune

      Barbara Luetgebrune

      Ha! So war das also – jetzt weiß ich das auch mal! Ich dachte bislang, du wärest damals ganz zufällig über meine nigelnagelneue Seite gestolpert… Wie gut, dass ich als allererstes Rezept die Markklößchen verbloggt habe. Und dass du gleich kommentiert hast. Ich bin super-froh, auf diese Weise deine Bekanntschaft gemacht zu haben! Dass ich ebenso gern bei dir lesen, weißt du sowieso… Danke für die guten Wünsche & Prosit! 🙂

  2. Ach Menno, so ein Mist – ich wünsche Dir schnelle und gute Besserung.

    Ist das wirklich schon ein Jahr her, das kann ich kaum glauben. Herzlichen Glückwunsch zum ersten Geburtstag 🙂

    • Barbara Luetgebrune

      Barbara Luetgebrune

      Ein Jahr – Tatsache! Ist echt schnell rumgegangen, das Jahr… Dankeschön!

      Und was den Knöchel angeht: Ich hab‘ Glück gehabt. Es (er) geht schon wieder. 😉

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