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Chicken Wings, wie Hongyan sie mag

Gerade lebt für ein kleines Weilchen Hongyan bei uns. Hongyan ist toll!

Hongyan ist 16 Jahre alt, kommt aus China, bleibt als Austauschschülerin für ein ganzes Jahr in Deutschland, sprach bei ihrer Ankunft hier im Sommer noch kein Wort Deutsch – und hat inzwischen schon ganz viel gelernt. Und Hongyan mag das deutsche Essen! Buletten. Kartoffelspalten aus dem Ofen. Kartoffel-Möhren-Suppe. Schoko-Muffins. Gemüsepfannen mit Reis und Hackfleisch. Ganz egal – alles findet sie „lecker“. Total pflegeleicht, das Kind. Erwähnte ich es bereits? Hongyan ist toll.

chickenwings_hongyan

Aber so ein Austauschjahr ist kein Wunschkonzert. Mit der ersten Gastfamilie hat es nicht so gut  geklappt, wie erhofft; dem Schulalltag zu folgen, ist kein bisschen einfach – und gegen einen mehrtägigen Trip auf eigene Faust nach Paris, wenn man gerade mal 16 ist, hat die Austauschorganisation jede Menge einzuwenden. Puh!

Da hilft nur ein Essen, das schmeckt wie daheim. Also gab es heute Chicken Wings nach einem Rezept, wie Hongyan es von zu Hause kennt.

Was ihr dafür braucht? Hongyan hat es eigenhändig übersetzt:

6 Hühnerflügel
Salz, ein wenig
schwarzer Pfeffer, ein wenig
1 Kelle Öl
3 Scheiben Ingwer (Anmerkung: kann gern mehr sein; der schmeckt nachher gut!)
1 Schüssel Cola
Sojasauce, ein wenig

Und das macht ihr:

Die Hühnerflügel salzen, pfeffern und in Öl rundherum anbraten. Cola und Sojasauce angießen, Ingwer dazugeben, die Hühnerflügel darin schmoren lassen. Zum Ende hin die Sauce offen etwas einkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

Bei den Mengen haben wir ein bisschen geschätzt, scheint aber gut hingekommen zu sein. Hongyan hat gestrahlt. (Und ihre Hühnerflügel virtuos mit Stäbchen verspeist – eine Kunst, die zu erlernen mich wohl den Lebensabend kosten würde…  😉 ) Und spätestens da haben uns die Chicken Wings auch richtig gut geschmeckt. Dazu gab’s übrigens Basmatireis und – ganz deutsch – Gurkensalat.

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2 Comments

  1. Danke für diesen interkulturellen Zwischenbericht! Ist ja lustig, dass ausgerechnet in China Coca-Cola Verwendung in einem Gericht findet. Ich bin gespannt, noch mehr von Hongyan zu hören!

    • svanadis

      svanadis

      Ja, die Cola fand‘ ich auch originell. Ist wohl ein Rezept ihres Vaters, und von dessen Kocherei weiß sie generell nichts Gutes zu berichten – außer, dass er mit Enthusiasmus bei der Sache ist… 😉 Das mit der Cola funktionierte aber gut und schmeckte auch okay. Nächstes Mal würde ich aber wohl noch Knoblauch und Chili mit dran geben.

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