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Mit Farb-Flash & Light-Show: Geködert vom Kürbis

Ein Sonnenstrahl im ungünstigen Moment lässt sie aufleuchten, die zum Berg getürmten Kürbisse auf dem Markt. Warmes Orange, die perfekte Balance zwischen roten und gelben Nuancen, mildes Licht tuscht eine Extra-Schicht Goldglanz über das Bild. Nimm uns mit, rufen die sonnenprallen Früchte. Wir sind der Herbst. Schon klar, grummele ich. Ein Hauch weniger Pathos hätt’s allerdings auch getan. Widerstrebend packe ich zwei Hokkaidos in den Korb.

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Kann sich die Natur solch schwärmerische Intensität nicht für die romantischen Momente im Leben aufsparen? Findet sie das nicht selbst leicht übertrieben, mich mit Farb-Flash und Light-Show zum Gemüsekauf zu nötigen? Nö, findet sie nicht die Spur übertrieben. Tiefstapeln ist was für’s Establishment, sagt sie, und sparen ist für Geizkragen. Sind wir nicht, woll’n wir nicht.

Kürbis also. Und ihr hängt mit drin. Zweimal Hokkaido in Folge ist angesagt. Heute gibt’s einen Stampf mit einem Topping, das ich mir aus „Deutschland vegetarisch“ abgeguckt habe, und dazu Putensteaks mit Mandel-Honig-Senf-Rosmarin-Kruste.

Das braucht ihr für zwei Personen:

1 kleiner Hokkaido (zirka 700 g)
1 Zwiebel
1 Stich Butter
1 EL Honig
1 Sternanis
2 Lorbeerblätter
1 Schuss Madeira
1 Schuss Apfelsaft
250 ml Gemüsefond
1 Handvoll Haselnüsse
1 kleine Stange Lauch
1 kleiner, säuerlicher Apfel
Öl
Salz & Pfeffer
Petersilie

2 Putensteaks
1 EL fester Honig
2 EL scharfen Senf
1 guter Stich Butter
1 kleine Handvoll gemahlene Mandeln
2 Zweige Rosmarin
Öl & Butter zum Anbraten
Salz & Pfeffer

Und das macht ihr:

Kürbis entkernen und in Stücke schneiden. Zwiebel würfeln. Butter aufschäumen lassen, Zwiebel und Kürbis hinzugeben und ein paar Minuten dünsten. Honig zugeben und unterrühren. Mit Madeira und Apfelsaft ablöschen, mit Gemüsefond aufgießen, Sternanis und Lorbeerblätter hinzugeben und alles köcheln lassen, bis der Kürbis weich und stampfbar ist. Das dauert, je nach Größe der Kürbisstücke, 20 bis 30 Minuten. Sternanis und Lorbeerblätter entfernen, dann dem Gemüse mit einem Kartoffelstampfer zu Leibe rücken und zu Stampf verwandeln. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für das Topping Haselnüsse grob hacken, in etwas Öl andünsten und salzen. Apfel fein würfeln, Lauch halbieren und in feine Streifen schneiden, beides in heißem Öl ein paar Minuten anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Rosmarinnadeln abzupfen und fein hacken. Honig, Senf, Butter, Rosmarin und gehackte Mandeln zu einer geschmeidigen, aber nicht zu flüssigen Paste verarbeiten. Die Putensteaks salzen und pfeffern und in einem Öl-Butter-Gemisch von beiden Seiten anbraten. Nicht zu lange, damit sie nicht zu trocken werden. In eine Auflaufform legen, die Mandel-Honig-Senf-Paste darauf verteilen und die Steaks im auf 225°C vorgeheizten Ofen ein paar Minuten überbacken. Danach noch ganz kurz unter den Grill schieben, damit die Kruste schön goldbraun wird.

Kürbisstampf mit Topping und Putensteaks anrichten, mit gehackter Petersilie bestreuen.

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2 Comments

    • Barbara Luetgebrune

      Barbara Luetgebrune

      Oh, Erdnüsse – das klingt auch gut. Kann ich mir tatsächlich auch prima zu Fisch vorstellen. Das wird ausprobiert! Danke dir & schönen Tag!

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