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Herzhafter Kuchen von der Insel: die „Stilton & Leek Tart“

Eine Tarte ist dein Freund. Immer. Ob zum Brunch, zum Picknick, zum Mittag- oder Abendessen: Eine Tarte – sie ist gelingsicher und ihre Füllung lässt sich ganz unkompliziert den Jahreszeiten anpassen – macht sich zu jedem dieser Anlässe prima. Ergänzt man die Hauptdarstellerin, die ohne jegliche Star-Allüren auskommt, um einen Salat, schiebt eine Suppe vorweg und einen Nachtisch hinterher, sind Gäste ohne großen Aufwand und doch perfekt bewirtet.

stilton_leek_tarte
Eine unserer Lieblingsvarianten ist die „Stilton & Leek Tart“, deren Rezept aus dem Buch „Entdecken und Genießen: London“ aus dem Christian Verlag stammt, das ich vor vielen Jahren mal auf dem Grabbeltisch vor einer Münsteraner Buchhandlung entdeckt habe. Bei Leek handelt es sich um Lauch, und Stilton ist ein kräftiger englischer Blauschimmelkäse, der in seinem Heimatland den Beinamen „King of Cheeses“ führt. Er ist auch hierzulande an gut sortierten Käsetheken erhältlich. Wer ihn nicht bekommt, kann ihn im Rezept durch Roquefort ersetzen. Dieser ist zwar aus Schafmilch gemacht, während der Blue Stilton aus Kuhmilch hergestellt wird, aber was die geschmackliche Intensität des Käses angeht – und die ist hier unbedingt gewünscht -, kommt der Roquefort, so finde ich, am ehesten an den Stilton heran.

Das braucht ihr:

250 g Mehl
125 g kalte Butter, in Flöckchen
3 – 4 EL kaltes Wasser
Salz
5 kleine Lauchstangen
3 EL Öl
150 g Stilton 
1 Ei
1 Eigelb
125 ml Sahne
Salz & Pfeffer

Und das macht ihr:

Einen Mürbeteig herstellen. Dazu Mehl und Salz in einer Schüssel mischen und mit den Knethaken des Handrührgerätes die Butter einarbeiten, bis grobe Krümel entstehen. Nach und nach das Wasser zugeben, bis sich ein Teig ergibt, der zusammenhält. Auf der leicht mit Mehl ausgestreuten Arbeitsfläche von Hand kurz kneten, zu einer Teigkugel formen, in Klarsichtfolie einschlagen und mindestens 30 Minuten kühl stellen.

Dann den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einer runden Platte ausrollen und mit dieser Boden und Rand einer Tortenbodenform auskleiden. Überstehende Teigreste abschneiden. Den Teig mehrfach mit einer Gabel einstechen, mit Backpapier bedecken und zum Blindbacken getrocknete Hülsenfrüchte (Backerbsen) darauf geben – so lässt sich verhindern, dass sich der Teig unregelmäßig wölbt. Noch mal eine halbe Stunde kühl stellen.

Ofen auf 200 °C vorheizen, Boden ungefähr eine Viertelstunde backen. Er soll trocken aussehen, aber noch keine Farbe angenommen haben. Erbsen und Backpapier entfernen, Ofen-Temperatur auf 180 °C reduzieren.

Lauch halbieren, waschen und in dünne Streifen schneiden. Im heißen Öl etwa 4 Minuten andünsten.

Käse, Ei und Eigelb pürieren, dann mit Sahne und Lauch mischen. Mit Salz und Pfeffer sehr kräftig abschmecken – aber: Vorsicht mit dem Salz, der Käse bringt ja selbst bereits Salz mit! Mischung auf dem Teigboden verteilen und für rund 25 Minuten in den Ofen schieben, bis die Füllung gerade fest ist und an der Oberfläche goldbraun wird. Bei Bedarf für die letzten Minuten mit Alufolie abdecken, damit sie nicht zu dunkel wird.

Am besten schmeckt die Tarte, wenn sie frisch gebacken aus dem Ofen kommt. Sie lässt sich aber auch kalt essen – oder am folgenden Tag vorsichtig im Ofen wieder aufwärmen.

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