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Ist ja schon wieder fünf!

„Morgens früh um sechs
kommt die kleine Hex,
morgens früh um sieben,
schabt sie gelbe Rüben…“  *tralala*

Bei Frau Brüllen ist wieder „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“-Fünfter. Unter dem Link könnt ihr sehen, was bei anderen heute los war. Und hier so? Ein stinknormaler All-Tag. Aber ihr wollt’s ja wissen, gelle? Also, auf geht’s!

Heute früh um sechs – habe ich noch süß & selig geschlummert.

Heute früh um sieben – habe ich immer noch gepennt.

Heute früh um acht – habe ich Kaffee getrunken (nach wie vor der äthiopische Sidamo von hier – Langzeit-Liebling!)

Um neun – bin ich aus der Dusche geklettert und habe versucht eine „Ich steh‘ auf nasse Menschenbeine“-wilde Kamikatze Charlotte abzuwehren.

Um zehn – habe ich den ersten Termin des Tages besucht: Vorbesichtigung einer Ausstellung, der Retrospektive für einen heimischen Künstler und Grafiker. Wunderschöne Märchen-Ilustrationen unter den Exponaten!

Um elf – bin ich in der Redaktion eingetrudelt, habe Mails gecheckt, mich vom Lieblingskollegen auf die neuesten Flurfunk-Wellen einschwingen lassen und mich schließlich ans Bauen der Seite gemacht.

Um zwölf – habe ich rasch den Ausstellungstext geschrieben und mir dabei das aus der Kantine geholte Baguette samt Kaffee reingepfiffen. Ja, voll gesund, so’ne Hetz-Mahlzeit am Schreibtisch, ich weiß. Ging sich aber heute nicht anders aus, der Terminplan war arg eng getaktet.

Um eins – haben wir konferiert: Themen für die nächsten Tage und die kommende Woche klar gemacht. Am Freitag denken wir dann schon mal ein bisschen weiter: Was schreiben wir in der Weihnachtsausgabe? Und jährlich grüßt das Murmeltier… Hilfe, was ist dieses Jahr wieder vorbeigerast!

Um zwei – war ich mitten zwischen Termin zwei und drei des Tages. Zwei Gespräche mit den Regie-Teams über Produktionen, die nächste Woche Premiere haben im Landestheater: „Charleys Tante“ und Kafkas „Verwandlung“. Klingt nach Wechselbad? Yep!

Um drei – habe ich mir, zurück in der Redaktion, einen frischen Kaffee geholt und erst mal aufgelaufene Mails beantwortet und Rückrufe erledigt. Okay, einen nicht – ich bin ja kein Löwenbändiger. Und überhaupt: Wetten, der holt mich gleich morgen wieder ein?

Um vier – jetzt aber schnell die Seite fertig machen: Meldungen exportieren, Texte redigieren, Film-Tipp schreiben.

Um fünf – habe ich mit dem Korrekturlesen diverser Seiten der Kollegen begonnen. Und zwischendurch noch einen O-Ton eingeholt – eine Anfrage, die ich früher am Nachmittag übersehen hatte (shame on me!) – und den an einen Text auf der Kreis-Seite angestrickt.

Um sechs  – habe ich letzte Korrekturen an der eigenen Seite gemacht (wieso hat denn der eine Text jetzt wieder Untersatz – der passte doch vorhin???), Themen für die Freitagsseite rundgemailt und die entsprechenden Jobs aus dem einen ins andere System exportiert.

Um sieben – bin ich zu Hause. Abendessen mit dem Liebsten und Gemotze von den Katzen die die Futtersorte „Seelachs und Karotte“ plötzlich und aus heiterem Himmel auf den Tod nicht mehr ausstehen können.

Um acht – habe ich die Küche aufgeräumt und die eine oder andere Karteileiche aus Kühlschrank und Speisekammer entsorgt. Immer wieder erstaunlich, wie sich so eine Packung Frischkäse mit Verfallsdatum Ende August hinten unten im Kühlschrank völlig unsichtbar machen kann…  *pfeif*

Um neun – kraule ich Katzen, mache es mir auf dem Sofa bequem, surfe im Netz und fange an, diesen Tagebuch-Blogpost zu schreiben.

Und jetzt gleich, um 21.56 Uhr – werde ich mir einen leckeren Wein aus dem Keller holen. Auf euch! Und: bis zum nächsten Fünften!

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2 Comments

  1. Spannend, diese Einblicke in deinen Redaktionsalltag! So etwas lese ich supergerne.

    • Barbara Luetgebrune

      Barbara Luetgebrune

      Echt? Oh schön, gut zu wissen! Ich find‘ dieses kollektive Tagebuchbloggen einmal im Monat spannend und stöbere gern in den Blogs der anderen Teilnehmer. Aber immer wenn der Fünfte ein Arbeitstag ist (also meistens) tu‘ ich mich echt schwer mit den Beschreibungen meiner Tätigkeit, weil ich immer denke: Das will doch kein Mensch ernsthaft wissen… 😉

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