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Kochen aus dem Korb: Premiere in drei Gängen

Gefakter Calamari-Salat, Knusper-Forelle und gräfliche Trüffel: Das gab’s bei uns dieser Tage. „Schuld“ war die Metro. Die Großmarkt-Kette hatte aufgerufen zur Kochherausforderung, ich habe angenommen und durfte mitkochen. So viel vorab: Spaß hat’s gemacht und lecker war’s!

Jedes Jahr spendiert die Metro Bloggern einen Warenkorb, dessen Inhalt verkocht und verbloggt werden will. Gleiche Produkte für alle, gleiche Regeln für alle: Jeder Bestandteil muss verwendet, nix darf weggelassen werden – Ergänzungen sind aber nach persönlichem Gusto möglich. Und das steckte im Korb:

2 Lachsforellen
2 Artischocken
1 Dose Borlotti-Bohnen
1 Packung Iberico-Schinken
1 Packung Calamarata-Pasta
1 Packung Tortas de Aceite (Cracker-Fladen mit Olivenöl, Rosmarin und Thymian)
1 Flasche Leitz-Riesling aus dem Rheingau
1 Packung Earl Grey-Tee
1 Tafel Lindt-Schokolade „Salted Caramel“

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Auspacken und ab in die Küche! Als Vorspeise gefällt mir ein kleiner Tapas-Teller. Dafür lässt sich auch direkt aus der „Not“ der lästig geformten Nudel eine Tugend machen: Bei der Calamarata-Pasta, die ihren Namen nicht nur der Tintenfischring-artigen Form verdankt, sondern in Italien tatsächlich gern in Gerichten mit Pulpo und & Co. auf den Tisch kommt, möchte ich diese traditionelle Verwendungsart zumindest optisch aufgreifen. Im gefakten Calamari-Salat.

Dafür rühre ich Olivenöl und Zitronensaft mit einer fein gehackten Knoblauchzehe zu einem Dressing und schmecke dieses mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und einem winzigen Hauch Zucker ab. Da hinein kommen geröstete Kapern, halbierte Kalamata-Oliven sowie rote Paprika und eine rote Zwiebel, beides in Streifen geschnitten. Die Pasta koche ich bissfest und schneide jede der Röhren quer in Ringe – Calamari ahoi. Ich zupfe Petersilie und gebe sie dazu, mische alles gut und lasse den Salat ein Weilchen durchziehen.

Für etwas Auswahl auf dem Tapas-Teller sorgen Bohnencreme und Iberico-Chip. Dazu hacke ich eine Zwiebel, eine Knoblauchzehe und eine Handvoll Petersilie, schwitze die Zwiebel in Olivenöl an, gebe Knoblauch und Petersilie dazu und lasse sie kurz mitdünsten. Die abgespülten und abgetropften Borlotti-Bohnen kommen in den Topf, ein guter Teelöffel Tomatenmark ebenfalls, beides lasse ich kurz mitrösten und lösche mit einem Glas Riesling ab. Das Ganze lasse ich ein paar Minuten köcheln. Am Ende püriere ich alles mit dem Stabmixer, gebe einen ordentlichen Schuss Olivenöl an die Masse und schmecke sie mit Salz, Pfeffer, Cayenne-Pfeffer und Zitronensaft ab. Die dünnen Scheiben vom Iberico-Schinken trockne ich einfach bei 50 °C im Backofen etwa zwei Stunden lang, bis sie zu knusprig krachenden Schinken-Chips geworden sind, und richte sie zusammen mit der Bohnencreme an.

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Die
Forellen sind ein Fall für den Hauptgang, völlig klar. Ich filetiere sie und verpasse den feinen Filets auf der Fleischseite einen schicken Knuspermantel. Dafür zerbreche ich ein paar der Tortas de Aceite und zerstoße sie im Mörser zu feinen Bröseln. Die Filets salze und pfeffere ich, bestreiche die Fleischseite mit einer Mischung aus Eigelb und saurer Sahne und bestreue sie anschließend mit den Cracker-Bröseln. Ein paar Minuten lasse ich den Fisch so stehen, dann erhitze ich Butter und Öl in der Pfanne, gebe – analog zu den Würzkräutern in den Fladen – ein paar Zweige Thymian und Rosmarin hinein, und brate die Forellen darin zunächst auf der panierten Seite goldgelb an, anschließend auf der Hautseite knusprig.

Die Artischocken putze ich, gare sie in Salzwasser und püriere sie anschließend in noch warmem Zustand – zusammen mit einer kleinen Handvoll Kapern, einem großen Schuss Olivenöl und einer Knoblauchzehe, bis eine cremige Paste entsteht. Die würze ich mit Salz und etwas Oregano. Dazu gibt’s noch ein bisschen Gemüse, in meinem Fall bunte und „normale“ Möhren sowie Erbsen, die von einer Weißwein-Sauce begleitet werden. Dazu lösche ich eine in Butter angeschwitzte Schalotte mit einem weiteren Schuss von dem Riesling ab, fülle mit Gemüsefond und Sahne auf und lasse die Sauce ein bisschen köcheln, ehe ich sie mit Salz und Pfeffer würze und vor dem Anrichten noch mal kurz aufmixe.

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Nun ist fast alles verarbeitet, nur Earl Grey ist noch übrig. Und Schokolade mit salziger Karamellfüllung. Ich esse nicht besonders gern Schokolade und trinke selten Tee. Aber Trüffel, die nur ganz dezent süß sind, die mag ich durchaus. Dafür gebe ich den Inhalt von drei der 2-Gramm-Säckchen Earl Grey in 100 Milliliter Sahne, erhitze diese und lasse den Tee gut 5 Minuten darin ziehen. Anschließend gebe ich die Sahne durch ein Sieb, erhitze sie noch mal ganz leicht und lasse 200 Gramm Schokolade darin schmelzen. Ich gebe zu 100 Gramm Lindt „Salted Caramel“ noch einmal die gleich Menge Lindt-Bitterschokolade mit 70 Prozent Kakaoanteil. Ausschließlich auf die Karamellschokolade zu setzen, ist mir zu riskant, weil ich mir nicht sicher bin, wie zu viel Karamellfüllung die Masse beeinflussen wird. Gute Wahl – die Mischung passt hervorragend, wie sich beim Verarbeiten zeigt. 50 Gramm Butter kommen auch noch dazu, dann darf die Masse auf Zimmertemperatur abkühlen und wird noch einmal kräftig durchgerührt, ehe sie für drei Stunden in den Kühlschrank kommt. Hinterher forme ich mit zwei Löffeln kleine Bällchen aus der Masse, die ich in einer Mischung aus Kakao und Orangenabrieb wälze. Die Orange harmoniert gut mit dem leichten Earl-Grey-Aroma – sehr fein, die gräflichen Trüffel.

Jetzt ist er leer, mein erster Metro-Warenkorb. Ich hatte viel Spaß beim Kochen, und köstlich satt geworden sind wir auch. Zumindest für ein Weilchen. Für den späteren Abend sind ja zum Glück noch ein paar von den Tortas de Aceite übrig. Und Riesling ist auch noch da. Spätestens jetzt avancieren die beiden Produkte zu meinen Lieblingen im Korb. 🙂  Ach, und überhaupt: Merci an Anna, Carmen und das Metro-Team in Porta Westfalica für die tolle Orga und den reibungslosen Ablauf.

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6 Comments

  1. Stimmt, die Metro-Herausforderung! Jetzt endlich lese ich mal, was Du gezaubert hast – Respekt. Das klingt sehr gekonnt und vor allem lecker. Großartig!

    • svanadis

      svanadis

      Danke! Naja, ist okay geworden. Aber von den übrigen Teilnehmern sind teils wirklich virtuose Wahnsinnsbeiträge gekommen, da kann ich mir echt noch viel abgucken… 🙂

  2. Wow, sieht das toll aus, liebe Barbara! Ich bin wirklich begeistert von deiner Umsetzung des Warenkorbs und wenn das alles nur halb so lecker ist, wie es aussieht, muss es phantastisch gewesen sein!

    Seit gestern veröffentlichen wir übrigens täglich die Zusammenfassungen der Teilnehmer und danach kommt dann das Voting!

    Viele Grüße
    Anna

    Social Media Team
    METRO Cash & Carry Deutschland

    • svanadis

      svanadis

      Dankeschön, Anna! Und die erste Staffel der Beiträge habe ich heute schon bei euch auf dem Blog bewundert – Wahnsinn, was dort zum Teil für Künstler am Werk waren!

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