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Lecker mit Ausrufezeichen: Radicchio-Orangen-Risotto

In den Kochbüchern und Lose-Rezepte-Sammlungen meiner Mutter finden sich am Rand immer wieder handschriftliche Notizen wie „lecker“, gelegentlich auch versehen mit einem Ausrufezeichen. Ihre Methode, Gerichte zu markieren, die am Familientisch gut ankommen; Rezepte, die funktionieren.

risotto_radicchio_orangen

Ein Stück weit ist mein Blog ja auch ein persönliches Kochbuch. Rezepte, die sich als absolute Reinfälle erweisen, würde ich zwar gar nicht erst verbloggen, aber gut als Gedankenstütze für die vielen Gerichte, die wir ausprobieren, die uns gut schmecken, und die wir doch allzu leicht wieder aus dem Blick verlieren, ist das Blog durchaus. Heute aus dieser Reihe: ein Radicchio-Orangen-Risotto, von dem ich irgendwo im Netz vor ein paar Wochen ein Bild gesehen habe und das wir jetzt nachgebaut haben. Und das hat definitiv das Zeug zum neuen Lieblings-Risotto – der leicht bittere Radicchio, die fruchtig-süße Orange und der cremig-schlotzige Reis funktionieren ganz wunderbar zusammen.

Das braucht ihr:

4 Schalotten
250 g Risotto-Reis
Olivenöl
1 Kopf Radicchio
1 Schuss Wasser
3 kleine bis mittelgroße Orangen
den Saft der Orangen, je nach Gehalt ein bisschen mehr, insgesamt 140 ml
60 ml trockenen Weißwein
500 ml Gemüsefond
ein guter Schuss Sahne
Salz und Pfeffer
gemahlene Vanille
Muskatnuss

Und das macht ihr:

Die Orangen filetieren, den Saft auffangen.

Die Schalotten fein hacken und zusammen mit dem Reis andünsten. Mit dem Wein ablöschen, dann Orangensaft und Gemüsefond nach und nach zugeben, bis der Reis gar, im Inneren aber noch ein winziges bisschen körnig ist.

Den Radicchio halbieren, den harten Strunk keilförmig herausschneiden, den Rest in dünne Streifen schneiden. In etwas Öl kurz anbraten, dann einen Schuss Wasser hinzugeben und ein paar Minuten garen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Radicchio und Orangenfilets vorsichtig unter das Risotto mischen, mit Salz, Pfeffer, Vanille und Muskat abschmecken.

Dieses Risotto erhält das Prädikat „lecker“ mit dickem Ausrufezeichen. Vielleicht sollte ich entsprechende Tags einführen?

Published in Uncategorized

2 Comments

  1. In meinem Koch-Notizbuch steht tatsächlich auch häufiger mal „lecker!“ unter einem Rezept. Wenn das nur nicht so unspezifisch wäre! Ich habe schon über ein Punktebewertungssystem nachgedacht … Risotto mit Orange und Radicchio mag ich auch, das bekommt dann 10 Punkte auf einer Skala von 1 bis 10. 😉

    • svanadis

      svanadis

      Stimmt, lauter „Lecker!“s bringen einen irgendwann auch nicht mehr nach vorne. Da klingt das Punktesystem nach ’ner sinnvollen Idee! Aber ich glaube, ich bleibe erst mal beim Verbloggen… 🙂

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