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Luftig-leichter Traum in Weiß: die Pavlova

Ich kann mich gar nicht entscheiden, was mir ferner liegt: Süßkram oder Fußball. Wahrscheinlich ist Fußball von mir aus gesehen doch noch der etwas weitere Ritt in die Welt. Aber beide Punkte sind mindestens so weit weg wie Australien. Da ist es doch irgendwie schon wieder logisch, wenn alle drei Markierungen in einem Post auftauchen, oder? Also: Heute geht’s um ein Dessert, um Fußball und um Australien. Und auch ein bisschen um Ballett.

pavlova
Seit ich vor ein paar Wochen für die Zeitung mal über Gerichte geschrieben habe, die nach berühmten Bühnenpersönlichkeiten benannt sind, spukte mir eine Pavlova im Kopf herum. Dieser federleichte Traum in Weiß mit frischen Früchten hat mich – Dessert-Abneigung mal beiseite – schlicht und einfach angelacht. Und als der Peter in seinem Kochtopf zum Event „Kick aus fernen Töpfen“ einlud und ich –  ohne viel Leidenschaft, weil: ich und Fußball?!!??? – die Liste der teilnehmenden Länder studierte, fiel mein Blick auf: Australien! Und da sah ich sie wieder vor mir, die verführerische Pavlova. Schon stand mein Entschluss fest: Ich trete an – für Australien.

Dabei ist mir natürlich klar, dass die australische Herkunft der Pavlova alles andere als gesichert ist. Auch Neuseeland erhebt nämlich den Anspruch, die süße Leckerei erfunden zu haben. Fest steht, dass in den 1920er Jahren die russische Primaballerina Anna Pawlowa als Star der legendären „Ballets Russes“ durch beide Länder tourte. Der federleichte Tanz der russischen Ballerina war es wohl, der einen Koch zu der Köstlichkeit aus Baiser, Schlagsahne und Früchten inspirierte, die ihr zu Ehren den Namen Pavlova erhielt. Die Neuseeländer erzählen vom Küchenchef eines Hotels in Wellington, der das Dessert kreiert haben soll. Die Australier hingegen führen den damaligen Chefkoch des Hotels „Esplanade“ in Perth als Erfinder des Desserts ins Feld. Wie auch immer: Köstlich ist sie, die Pavlova. Und da Neuseeland im Wettbewerb nicht dabei ist, habe ich keinerlei Skrupel, mich hier voll und ganz auf die Seite der Australier zu schlagen.

Das braucht ihr:

150 ml Eiweiß (von 4 Eiern)
200 g Zucker
2 El Speisestärke
2 TL Weißweinessig
250 ml Schlagsahne
250 g Erdbeeren
4 Passionsfrüchte
—–> oder auch einfach: Früchte nach Gusto und Saison

Und das macht ihr:

Den Ofen auf 150 °C vorheizen. Das Eiweiß schlagen. Wenn es anzieht, nach und nach den Zucker hineinrieseln lassen, weiter schlagen, bis es steif ist. Speisestärke und Essig unterheben. Die Masse – sie soll fest, aber glänzend sein – auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech zu einem kreisförmigen Torte von zirka 18 Zentimeter Durchmesser formen. Den Ofen auf 120 °C herunterschalten, das Blech in den Ofen schieben und die Eischnee-Masse eine gute Stunde backen. Die Baiser-Torte soll außen noch weiß, aber knusprig und innen weich sein, dann ist sie perfekt. Den Ofen ausschalten und im Ofen komplett auskühlen lassen.

Die Sahne schlagen, das Fruchtfleisch aus den Passionsfrüchten kratzen, die Erdbeeren halbieren. Die Sahne auf die Baiser-Torte geben, Passionsfruchtfleisch und Erdbeeren darauf verteilen – und sofort servieren.

Macht optisch was her – und schmeckt selbst hartnäckigen Dessert-Verweigerern. Glaubt mir, ich kenn‘ mich da aus.

Blogevent zur Fußball-WM 2014 - Wir kochen uns um die Welt

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2 Comments

  1. Hallo Barbara,
    ein wunderbares Zeug ist das. Und Du hast recht: woher es kommt oder wer die Torte zuerst serviert oder erfunden hat, spielt gar keine Rolle.
    Dafür, dass Du kein Süßzeug magst, scheint sie aber prächtig gelungen zu sein.
    Ich nehme sie Dir gerne ab.

    Mit leckerem Gruß aus meinem Kochtopf,
    Peter

    • svanadis

      svanadis

      Dankeschön – auch für das schöne Event mal wieder!

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