Skip to content →

Pikanter Martini, gemixt und passiert

James Bond mag seine Martinis geschüttelt, nicht gerührt und auf jeden Fall lieber mit Wodka als mit Gin. Dieser grüne Martini wird gemixt und passiert, erhält seine Farbe durch viel frischen Koriander und ergibt ein pikantes, gekühltes Süppchen. In seiner Begleitung: ein Sate-Spießchen.

zesty_martini
Die sommerliche Vorspeise aus dem „Sitzwohl“-Kochbuch von Irmgard Sitzwohl und Elisabeth Geisler (Collection Rolf Heyne) hat mich schon ein ganzes Weilchen angelacht. „Zesty-Martini-Kaltschale“ nennen die Autorinnen ihre Kreation. Und die erweist sich als sehr feiner, alles andere als alltäglicher Starter in ein Menü, der sich aber auch bestens als Beitrag zu einem (Vorspeisen-)Buffet eignet. Im Original ist das Rezept für 4 Personen ausgelegt, ich habe es – aus Gründen, liebe Eva  😉  – auf 10 Portionen hochgerechnet.

Das braucht ihr für 10 Personen:

1 Ananas
300 g frischen Koriander
60 g Ingwer
200 ml Wodka
60 g braunen Zucker
2 Hähnchenbrüste
200 g Papaya
100 g Shiitakepilze
Sanshopfeffer
etwas Sesamöl
etwas Sojasauce

Und das macht ihr:

Koriander waschen, trocken schütteln und die Blätter abzupfen. Den Ingwer – die Menge habe ich gegenüber dem Original-Rezept erhöht, weil er in der fertigen „Kaltschale“ gar nicht mehr zu schmecken war – schälen und grob hacken. Ananas schälen und in Stücke schneiden. Zehn Würfel für die Spieße beiseite legen, den Rest zusammen mit Koriander, Ingwer, dem Wodka und dem Zucker im Mixer oder mit dem Pürierstab kräftig mixen, bis ein leicht sämiger Cocktail entsteht. Nach dem „Sitzwohl“-Rezept wird er in diesem Status serviert. Mir war die Konsistenz allerdings zu fest und sämig, so dass ich ihn zusätzlich durch ein Sieb passiert habe – danach war’s für meinen Geschmack perfekt. Das Süppchen kalt stellen.

Für den Spieß Hähnchenbrust und Papaya in Würfel schneiden. Diese und die bereits anfangs geschnippelten Ananas-Würfel sollten alle in etwa gleich groß sein. Die Shiitakepilze putzen, dann Fleisch, Obst und Pilze abwechselnd auf Bambusstäbe „fädeln“. Die Spieße in Sojasauce wenden und mit Sanshopfeffer würzen. Weil ich den nicht hatte, habe ich ein bisschen Szechuanpfeffer fein gemörsert, das passte auch gut. Die Spieße in dem erhitzten Sesamöl rundum anbraten und anschließend im auf 100 °C vorgeheizten Ofen ein paar Minuten gar ziehen lassen.

Den „Zesty Martini“ in Cocktailgläsern anrichten und je einen Spieß anlegen.

Weil es gerade so gut passt, nimmt der grasgrüne Martini an gleich zwei Blogevents teil. Ganz bestimmt ist er festlich genug für das hochzeitstaugliche „Flying Buffet„, für das Eva als stolze Brautmutter Ideen sammelt.

Und ich bin ja jemand, der auch bei heißesten Temperaturen nicht mit bloß einer Handvoll Kirschen durch den Tag kommt, sondern auf alle Fälle etwas Herzhaftes im Magen braucht. Daher finde ich, dass sich die „Zesty-Martini-Kaltschale“ auch perfekt für das aktuelle – das 100.! – Event bei Zorra eignet, zu dem Simone von S-Küche einlädt. Das Motto:  „Zisch! Erfrisch mich!“

Blog-Event C - Zisch! Erfrisch mich! (Einsendeschluss 15. Juli 2014)

Published in Uncategorized

7 Comments

  1. Ganz nach meinem Gusto!
    So etwas und Ähnliches geht bei mir ganz fix mit dem Entsafter (Saftzentrifuge), ich brauche nicht einmal etwas klein zu schneiden und der Koriander kommt samt den aromatischen Würzelchen dazu!!!
    Und einen Gin-Martini, ebenfalls der anderen Art, gibt es hier:
    http://maxximus7.blogspot.com/2014/07/cocktailstunde-4-martini.html
    FEL!X

    • Barbara Luetgebrune

      Barbara Luetgebrune

      Koriander samt Wurzeln? Klingt spannend – um daranzukommen, müsste ich ihn aber wahrscheinlich selbst anbauen, oder? Ich kann die Tage ja mal im Asia-Laden vorbeischauen, ob sie eventuell Koriander komplett in der TK haben. Und dein Gin-Martini mit Basilikum liest sich auch sehr gut. Und du hast noch mehr Cocktail-Beiträge! Muss ich nachher mal stöbern gehen… Schöne Grüße gen Fernost!

      • Koriander MIT Würzelchen gibt es im Asia-Geschäft mit Frischgemüse (also eher nicht TK).
        Hier natürlich auf dem Markt, und nur so! Aber Eigenanbau wäre für dich bestimmt hilfreich, und nicht schwieriger, als Petersilie!
        Die kleinen Korianderwürzelchen schmecken, wie Stängel und frische Blättchen, ja ganz anders, als die getrockneten Samen/Körner, wobei letztere, frisch gemahlen, einen ziemlich überraschenden Frische-Kick bei sehr vielen Zubereitungen (gebratenes Fleisch, Saucen, Salate…) liefern!
        Ausserdem: seeeehr zu empfehlen ist der im Nu selbst gemachte Ingwersirup – findest du in meinen Cocktailrezepten!
        FEL!X

      • Barbara Luetgebrune

        Barbara Luetgebrune

        Echt? Muss ich mal schauen. Ich hoffe, der Asia-Laden-Mensch hat ihn offen ausgelegt, so dass ich ihn direkt sehe und nicht danach fragen muss. Die verbale Verständigung ist in dem Fall immer eher schwierig… 🙂

  2. OmG ist das Verlockend. Ich würde am liebsten in den Rechner greifen und mir das Glas schnappen!!!
    Dieser Beitrag ist ein Volltreffer.
    Herzliche Grüße,
    Simone

    • svanadis

      svanadis

      Freut mich sehr, dass er dir gefällt! 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *