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Ran an den Flan! Mit Zucchini, Kräutern und Tomatensauce

Marschieren – Marsch, Marsch! Bloß nicht. Ich kann gar nicht sagen, was mir unsympathischer ist, ob Klang oder Bedeutung dieses Un-Wortes. Ich weiß was viel Besseres. Klingt schöner, macht mehr Spaß und schmeckt auch noch gut. Also: Flanieren – Flan, Flan!

flan_zucchini_kraeuter_tomatensauce
Erwähnte ich bereits, dass ich am liebsten drei Mal am Tag warm essen würde? Wer möchte, dass ich einen tollen Start in den Tag habe (und wer möchte das nicht???  😉 ), serviert mir schon früh morgens ein Full English Breakfast. Und wenn später auf einen herzhaften Mittagsschmaus noch eine warme Kleinigkeit zum Abendessen folgt, wäre der Tag perfekt. Wäre. Passiert so ja dann doch nie, und das hat auch schwerwiegende Gründe. Aber ein Traum wär’s schon!

Einigen wir uns also auf eine warme Mahlzeit am Tag. Die brauch‘ ich nämlich. Selbst bei hochsommerlichen Temperaturen, wenn andere mit ein paar Beeren oder einem Salätchen durch den Tag kommen: Ich brauch‘ was Warmes. Dieser Flan mit Zucchini und Kräutern ist, komplettiert durch eine Tomatensauce und etwas Gemüse, ein schönes Gericht für einen Sommerabend.

Das braucht ihr:

1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Zweig Rosmarin
ein paar Salbeiblätter
1 mittelgroße Zucchini
4 Eier
200 ml Sahne

50 g Parmesan
Olivenöl
Salz & Pfeffer
Muskat

Und das macht ihr:

Fettpfanne in den Ofen schieben, mit Wasser füllen und Ofen auf 180 °C vorheizen.

Zwiebeln und Knoblauch würfeln, Kräuter fein hacken, Zucchini in feine Streifen schneiden. Zwiebeln und Knoblauch in heißem Öl anschwitzen, Kräuter und Zucchini dazugeben und ein paar Minuten dünsten. Die Sahne angießen, zum Kochen bringen, dann auf etwa die Hälfte einkochen lassen.

Die Eier trennen. Eigelb und Parmesan mit der Zucchini-Masse mischen. Das Eiweiß steif schlagen und behutsam unter die Mischung heben. Alles mit Salz, Pfeffer und Muskat kräftig abschmecken. Eine Muffinform ölen und die Mischung auf die Mulden verteilen – die Menge reicht perfekt für eine normale Zwölfer-Form. Form ins Wasserbad im Ofen setzen und etwa eine halbe Stunde stocken lassen. Eventuell zum Ende hin mit Alufolie abdecken, damit die Flans nicht zu dunkel werden. Perfekt sind sie, wenn sie von oben goldbraun sind.

Für „meine“ Tomatensoße dünste ich eine gehackte Zwiebel oder Schalotte mit ein oder zwei ebenfalls gehackten Knoblauchzehen in Olivenöl an, gebe eine Dose Tomaten (die ich mit dem Kochlöffel etwas zerkleinere), ein bis zwei Prisen Zucker sowie einen Schuss Balsamico dazu und lasse alles ein kleines Weilchen köcheln. Kräftig salzen und pfeffern und – je nach Saison und mit frischen oder getrockneten Kräutern abschmecken.

Dazu gab es diesmal Brokkoli & Brösel. Dafür habe ich Semmelbrösel in einer Pfanne mit Olivenöl geröstet, ein paar Pinienkerne und klein geschnittene getrocknete Tomaten dazugegeben und kurz mitrösten lassen und das Ganze schließlich mit Salz und Pfeffer gewürzt.

Wer bei seinen Mitessern Eindruck schinden will, richtet übrigens die Teller mit Sauce, Gemüse und Brösel am besten schon an, ehe er die Flans aus dem Ofen holt. Wenn sie ganz frisch aus dem Ofen kommen, sehen sie – toll aufgegangen – nämlich spitzenmäßig aus. Eine Wirkung, die allerdings recht schnell verpufft. In meinem Fall schon vor dem Fotografieren. Macht aber nichts – die Flans schmecken auch in leichter Runzel-Optik.

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5 Comments

  1. […] Kräuter und Gemüse verarbeite und das zuverlässig immer im Vorrat ist. Oder auch mit Tomatensauce nach Art des Hauses. Und natürlich mit viel Parmesan, Grana Padano oder – ganz edel – Belper […]

  2. Ich brauche auch mindestens 1 warme Mahlzeit am Tag. Und die sollte nicht süß daher kommen. Ansonsten bin ich recht pflegeleicht. Dein Flan gefällt mir. Kommt auf die Merkliste …

    • Barbara Luetgebrune

      Barbara Luetgebrune

      Genau – bloß nix Süßes als Hauptmahlzeit! Und freut mich, dass du von deiner Visite hier wenigstens noch was für dein Merkliste mitnehmen kannst… 😉

  3. Hallo Barbara,
    da geht’s dir wie mir – ich kann die Menschen nicht verstehen, die im Sommer plötzlich nur mehr Salat essen und Gebratenes oder Gekochtes vom Speiseplan streichen :-), das macht nicht glücklich!
    Sehr schöner Blog, sogar mit richtigem Umlaut im Titel, das hab ich nicht geschafft 😉

    • svanadis

      svanadis

      Oh, Frau Küchenschabe schaut vorbei, wie nett! Genau, warmes Essen macht glücklich! 🙂 Und: Merci für’s Lob – allerdings bin ich mir nicht sicher, ob das mit dem Umlaut so ’ne gute Idee war. Mich beschleicht gelegentlich der Verdacht, der könne am streckenweise stotternden RSS-Feed Schuld sein. Aber das wird sich jetzt in den nächsten Tagen hoffentlich klären…

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