Skip to content →

Sauer macht salzig: Marokkanische Salzzitronen

Das letzte Glas Zitronenconfit geht stark zur Neige, wir brauchen dringend Nachschub. Diesmal ist mir allerdings nicht so sehr nach Confit, sondern nach Salzzitronen. Mal wieder.

marokkanische_salzzitronen_2
Zitronenconfit oder Salzzitronen brauchen wir auf jeden Fall für den Marokkanischen Möhrensalat, der häufig bei uns auf dem Speiseplan steht. Sie schmecken aber auch an anderen Salaten, als kleiner geschmacklicher Extra-Kick an geschmorten Fleischgerichten – stilecht in der Tajine zubereitet – oder zu Fisch.

Rezepte finden sich reichlich in Kochbüchern – von Claudia Roden bis Yotam Ottolenghi -, aber natürlich auch im Netz. Und alle sind ein kleines bisschen anders. Meine Variante habe ich mir aus allerhand unterschiedlichen Quellen abgeguckt und zusammengebastelt. Es ist eine Version, die für mich gut funktioniert.

Das braucht ihr:

7 unbehandelte Zitronen
7 EL grobkörniges Meersalz
3-4 Lorbeerblätter
Olivenöl
Wasser

Und das macht ihr:

Ein Weckglas mit kochendem Wasser durchspülen und an der Luft trocknen lassen. Einen Esslöffel Salz auf den Boden des Glases geben. Die Zitronen unter heißem Wasser gut waschen und abbürsten. Von fünf Zitronen jeweils Ende und Spitze abschneiden. Dann die Zitronen der Länge nach kreuzweise einschneiden, so dass sie unten noch zusammenhalten. In die Schlitze jeder Zitrone Salz geben, die Früchte fest zusammendrücken und eng aneinander in das Glas quetschen. Sollten sich Lücken ergeben, bei Bedarf eine Zitrone halbieren und sie hinein drücken. Hier und da ein Lorbeerblatt dazwischen schieben. Auf jede Lage Zitronen einen Esslöffel Salz verteilen, dann weiter schichten, bis das Glas dicht gefüllt ist. Die beiden restlichen Zitronen auspressen und den Saft ins Glas gießen. Dabei ein bisschen rütteln und schütteln, so dass sich der Saft in allen Zwischenräumen verteilt. Mit kochendem Wasser auffüllen, etwas abkühlen lassen, dann mit einem weiteren Esslöffel Salz und einem Schuss Olivenöl abschließen. Alle Zitronen sollten von Flüssigkeit umgeben sein. Den Deckel mit Wodka ausreiben, um auch den vorwitzigsten Keimen das Spiel zu verderben, und das Glas fest verschließen. Jetzt an einem dunklen, kühlen Ort parken und drei bis vier Wochen durchziehen lassen. Am Ende sollte die Haut der Zitronen – am besten funktioniert es mit dünnschaligen Früchten – weich geworden sein. Man kann die Schale – wer mag, auch das Fruchtfleisch – nun fein schneiden und in kleinen Mengen an die gewünschten Gerichte geben. Im Kühlschrank hält sich ein angebrochenes Glas viele Wochen.

marokkanische_salzzitronen_1

Published in Uncategorized

Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *