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Schwein, Rübensirup, Ingwer … aber bitte mit Tunke!

Ein schönes Stück Schweinebraten hatte den Weg in meinen Einkaufskorb gefunden. Keine Schwarte – kein Problem. Ich wollte ohnehin schon lange eine Kombi ausprobieren, die mich bei Tim Mälzer angelacht hatte. Ausgerechnet, ich weiß. 😉

schweinebraten_ruebensirup

In einem Rezept aus seinem Buch „Born to cook 2“ spickt er den Schweinebraten mit geviertelten Knoblauchzehen und schmort ihn mit Möhren, Ingwer, Rübensirup und Tomaten. Folgt man seiner Anleitung, wird die Sauce allerdings nur eine dünne Plörre, das war mir schon beim Lesen klar. Ich mag aber eine „richtige“, sämige, zum-Reinlegen-leckere Sauce zu Braten haben – da halte ich es mit dem älteren Herrn aus der Verwandtschaft meines Liebsten, von dem der Spruch überliefert ist: „Ist nicht genug Tunke da? Dann müssen wir gar nicht erst anfangen.“ Also habe ich das Rezept ein bisschen gepimpt.

Das braucht ihr:

1 kg Schweinebraten (z.B. Nacken)
Knoblauch – Menge nach persönlichem Gusto
750 g Möhren
400 g Tomaten
1 ordentliches Stück Ingwer
3 EL Rübensirup
400 ml Geflügelfond
1 Zitrone

Und das macht ihr:

Ofen auf 190 °C vorheizen. Knoblauch schälen und vierteln, Schweinefleisch mit einem Messer rundherum einritzen und Knoblauchzehen-Viertel in die so entstandenen Spalten drücken. Fleisch salzen und pfeffern und in Öl rundherum anbraten.

Geschälte und in grobe Stücke geschnittene Möhren dazugeben und kurz mitbraten. Noch mal salzen und pfeffern. Den geschälten und in Scheiben geschnittenen Ingwer in den Bräter geben, alles mit dem Rübensirup karamellisieren lassen und dann mit dem Fond ablöschen. Aufkochen lassen und dann für zirka 80 Minuten in den Ofen schieben. Dabei das Fleisch öfter mit dem Sud begießen. 10 Minuten vor Ende der Garzeit halbierte Tomaten – Stielansatz entfernen! – dazugeben (Tim Mälzers angesetzte 30 Minuten zum Mitschmoren der Tomaten halte ich für mehr als übertrieben, außer man mag Tomaten-Brei haben). Wenn das Fleisch fertig ist, Zitronensaft dazugeben. Fleisch kurz ruhen lassen, in Scheiben schneiden und mit Gemüse und Sud servieren.

Soweit Herr Mälzer. Aber ihr wisst schon: die Tunke! Ich habe also einen Teil des Gemüses durch ein feines Sieb gestrichen, den Sud aufgefangen, ihn in einer Pfanne aufkochen lassen und mit kalter Butter montiert. Für die Sauce. Und die war genau richtig: sämig und zum-Reinlegen-lecker. Der Rübensirup hat mir übrigens wirklich gut gefallen in dem Zusammenhang.

Dazu gab’s einen Petersilien-Kartoffel-Stampf.

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2 Comments

  1. Wow, Soße mit Rübensirup. Da mein Herr Schatz und Mittagskocher auf den voll abfährt, wird ein auf Rübensirup basierendes Sößchen ganz nach seinem Geschmack sein. Nach meinem ebenso.
    Eine ähnliche Variante wäre mit Gerstenmalzextrakt denkbar. Hatte ich auch schon ein-, zweimal an herzhaften Gerichten. Hammer!

    • svanadis

      svanadis

      Ja, genau der Rübensirup hatte mich auch gereizt – und die Kombi passt genauso gut, wie erhofft! Dann mal viel Erfolg beim Nachkochen! Und jetzt geh‘ ich erst mal nach Gerstenmalzextrakt googlen; da weiß ich gar nicht genau, was das eigentlich ist… 🙂

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