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Süßkartoffeln mit scharfem Kirsch-Pesto

Samstags kaufen wir ein, die Woche über futtern wir Kühlschrank und Speisekammer nach und nach leer und freitagabends kommt der Moment, in dem fast nichts mehr zu essen im Haus ist. Dann ziehen wir traditionell den Pasta-Joker. Was gibt’s dazu? Na klar, Pesto.

kirsch-pesto_suesskartoffeln
Pesto hab‘ ich schon immer gern gemocht, sogar das gekaufte. Früher. Denn jenen Moment, in dem mir dämmerte, dass es kaum länger dauert, den Pürierstab in eine Schüssel zu halten und ein Pesto selbst zu mixen, als ein Glas mit Fertig-Pesto zu öffnen, und dass das Selbermachen überdies unzählig viele, herrlich abwechslungsreiche Spielarten eröffnet, zähle ich zu den erhellenderen Augenblicken meiner Küchenlaufbahn.

Nun begab es sich dieser Tage, dass ein großer Pesto-Hersteller durch einen Social-Media-Fauxpas einen veritablen Dishstorm heraufbeschwor. Als Antwort rief die Küchenchaotin zum #pestostorm auf. Ehrensache, dass ich dabei bin. Selbst gemachtes Pesto ist dein Freund für alle Fälle, dein Retter in der HungersNot und schlicht & einfach ein Kracher.

Parmesan und eine Handvoll Nüsse oder Kerne finden sich immer noch in der Speisekammer, sogar freitagabends. Olivenöl sowieso. Und ein paar Kräuter oder Gemüsereste verbergen sich auch in der Regel noch in irgendeiner Ecke – aber auch getrocknete Früchte und Beeren lassen sich, wie mein Beitrag zum Event zeigt, prima zu Pesto verarbeiten. Die Variante, die ich für den Pestostorm ausgesucht habe, ist ein scharfes Kirsch-Pesto. Die Idee dafür habe ich mir vor ein paar Jahren mal beim Blättern in einer Zeitschrift gemopst und irgendwann später nach Gutdünken nachgebastelt.

kirsch-pesto
Für ein kleines Glas Kirsch-Pesto braucht ihr:

65 g getrocknete Kirschen
25 g getrocknete Tomaten
75 ml Portwein
75 ml Wasser
1 Knoblauchzehe
50 g Pinienkerne
50 g Grana Padano
120 ml Olivenöl
2 EL Tomatenmark
Salz
Cayennepfeffer

Und das macht  ihr:

Die Tomaten grob hacken und zusammen mit den Kirschen in einem Topf mit dem Portwein und dem Wasser zum Kochen bringen. Etwa 20 Minuten sanft köcheln, bis die Flüssigkeit fast verkocht ist.

Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten, Knoblauch grob hacken, Grana Padano reiben und alles zusammen mit den Kirschen und Tomaten in ein hohes Gefäß geben. Mit dem Stabmixer zu einer Paste verarbeiten. Tomatenmark und Olivenöl zugeben und weiter mixen, bis alles fein püriert ist. Mit Salz und Cayennepfeffer abschmecken – das Pesto darf ruhig eine schöne Schärfe bekommen.

Und fertig. Ich sag doch, das dauert kaum länger, als ein Fertig-Glas zu öffnen…

Das Kirsch-Pesto lässt sich gut zu Pasta essen – besonders fein aber schmeckt es zu Fleisch, Fisch oder kräftigem Käse. Bei uns gab es diesmal Süßkartoffeln dazu, die wir einfach in der Pfanne in Butterschmalz gebraten und mit Salz und Chili gewürzt haben. Auf dem Teller kamen noch ein paar kross gebratene Speckwürfelchen, ein bisschen zerbröselter Ziegenkäse und etwas frischer Thymian darüber. Fantastisches Freitagabend-Food. Schmeckt aber auch sonntags.

Published in Uncategorized

6 Comments

  1. Dieses Pesto landet auf jeden Fall auf der Liste mit den „verrückten Ideen, die ich unbedingt ausprobieren muss“! Mit Kirschen! Der Knaller!
    Danke für das Rezept!
    Viele Grüße,
    Mia

    • Barbara Luetgebrune

      Barbara Luetgebrune

      Au ja, auf eine „Verrückte Ideen“-Liste wollte ich schon immer mal mit einen Rezept! 😀 Und danke für die #pestostorm -Idee!

  2. Liebe Barbara,
    wie Recht du hast! Hat man einmal entdeckt, wie schnell sich Pesto selbst machen lässt und wie viel besser es dann schmeckt, braucht man die Fertigvarianten aus dem Glas gar nicht! Früchte habe ich bisher allerdings noch nie verwendet, das ist eine tolle Idee von dir – und dazu noch Süßkartoffeln! Was will man mehr?! 😉 So lecker. Das kommt auf jeden Fall auf die Nachkochliste! Liebe Grüße, Theresa

    • Barbara Luetgebrune

      Barbara Luetgebrune

      Au ja, probier‘ das mal aus, Theresa! Lohnt sich auf alle Fälle – habe gerade noch mal gekostet. Mit dem großen Löffel, direkt aus dem Glas… 😉

  3. Hallo,

    Im Rahmen der Kommentierwoche habe ich Deinen Blog entdeckt. Ich muss Dir für Deine Fotos wirklich ein großes Lob aussprechen.

    • Barbara Luetgebrune

      Barbara Luetgebrune

      Oh, Merci – das ist ja lieb! Schön, dass du vorbeigeschaut hast. 🙂

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